Husqvarna LC 141iV im Test, schwere und langlebige Qualität mit Akku-Power!

Veröffentlichung

Husqvarna richtet sich mit seinen Produkten zwar primär an professionelle Nutzer, aber hier und da sind einige der Husqvarna Produkte auch für Privat-Nutzer sehr attraktiv! Gerade Husqvarnas Akku-System ist erfreulich gut und auch „bezahlbar“.

In diesem Test soll es um den Husqvarna LC 141iV gehen. Bei dem Husqvarna LC 141iV handelt es sich um einen 36V Akku-Rasenmäher, welcher auch motorisiert angetrieben wird, also „von selbst“ fährt.

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Dabei ist der LC 141iV mit rund 360€ ohne Akku durchaus in der Premium Preisklasse eingeordnet, was aber auch eine gewisse Qualität sicherstellen sollte.

Ich selbst hatte bereits einige 36V Husqvarna Akku Geräte, daher war die Investition in den LC 141iV nur ein logischer Schritt für mich. Wollen wir uns also im Test einmal ansehen ob der LC 141iV auch eine wirklich gut Investition war!

 

Massive Qualität, der Husqvarna LC 141iV im Test

Akku-Rasenmäher der „üblichen“ Hersteller sind in der Regel komplett aus Kunststoff gefertigt, abseits der Stangen für den Handgriff.

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Dies ist beim Husqvarna LC 141iV nicht der Fall! Das Deck des LC 141iV ist komplett aus Stahl gefertigt. Auch alle Verbinder und Schrauben bestehen aus Metall.

Hierdurch wirkt die Konstruktion des Husqvarna Akku-Rasenmähers sehr robust und professionell! Schwächen konnte ich hier keine Erkennen.

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Lediglich die Handgriffe und der obere Aufbau, inklusive Akku-Fach, sind natürlich aus Kunststoff. Auf Seiten des Akkus akzeptiert der LC 141iV alle 36V Akkus von Husqvarna. Der Akku wird einfach unter einer Klappe auf der Oberseite eingesetzt. Dort findet sich auch ein „Zündschlüssel“, der die Bedienung durch z.B. Kinder verhindern soll.

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Der Fangkorb für den Rasenschnitt besteht zur Hälfe aus Stoff und zur anderen Hälfte aus Kunststoff. Wollt Ihr mit dem LC 141iV Mulchen, dann gibt es ein passendes Mulchkit, welches ca. 35€ kostet und ein anderes Messer beinhaltet.

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Um den LC 141iV zu nutzen müsst Ihr diesen zunächst einschalten. Hierfür findet sich eine Taste am Handgriff. Dort ist ebenfalls eine Taste zum überprüfen des Akkustands und für den Ökomodus.

Ist der LC 141iV eingeschaltet könnt Ihr diesen einfach über den Handgriff den Ihr zu Euch zieht steuern.

 

Sehr schwer für einen Akku-Mäher

Der Husqvarna LC 141iV ist mit 21,5KG ohne Akku ein sehr schwerer Rasenmäher, zumindest für ein Akku-Modell. Hier einfach mal ein paar Vergleichswerte:

Gardena PowerMax Li-40/32 8,40 KG
Bosch DIY Rotak 32 LI 10,20 KG
Einhell GE-CM 36/34-1 Li 11,90 KG
Bosch DIY UniversalRotak 36-550 15,00 KG
Einhell GE-CM 36/34 Li 15,15 KG
Stihl RMA 339 C 16,00 KG
Makita DLM432Z 17,50 KG
Stihl RMA 443 C 21,00 KG
Husqvarna LC 141iV 21,50 KG

 

Ich denke diese Zahlen sprechen für sich. Dies ist wirklich kein Mäher für schwächere Menschen! Ja dieser wird angetrieben und beim normalen Geradeaus-fahren werdet Ihr das Gewicht nicht groß bzw. gar nicht merken.

Müsst Ihr aber zwischen Büschen rangieren, eine Böschung Mähen usw. dann ist der Husqvarna LC 141iV anstrengend! Ich hatte zuvor einen Bosch Rotak 32 LI, welcher für solche Aufgaben deutlich angenehmer war.

Mit der höheren Masse und der recht großen Arbeitsbreite verliert der LC 141iV auch ein wenig an Wendigkeit. Ich habe an einer Seitenfläche diverse „Torbögen“ in Reihe stehen und zwischen diesen mit dem LC 141iV zu mähen ist nicht ganz einfach!

Lob wiederum für die Räder, welche mit einem Kugellager versehen sind. Hierdurch lässt sich der LC 141iV recht leicht rollen, wenn es einfach geradeaus geht.

 

Wie viel Leistung hat der Husqvarna LC 141iV?

Kommen wir zu einer wichtigen Frage, hat der Husqvarna LC 141iV ausreichend Leistung? Die Antwort darauf ist klar ja!

Allerdings, erwartet Ihr das der LC 141iV aufgrund der premium Marke und des hohen Preises deutlich mehr Power hat als die größeren Modelle von Bosch und Co, dann werdet Ihr enttäuscht!

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Im direkten Vergleich zwischen dem Bosch Rotak 32 Li und des Husqvarna LC 141iV ist kein eindeutiger Sieger auszumachen. Teils hatte ich sogar das Gefühl der Bosch hat mehr Power, dies kann aber auch an der deutlich kleineren Schnittbreite (32 cm zu 41 cm) liegen.

Grundsätzlich hat der Husqvarna LC 141iV bei normalem Gras vollkommen ausreichend Power. Auch nasses Gras ist kein Problem. Allerdings wenn Gras sehr hoch ist, ist deutlich zu hören und zu spüren, dass der Moter etwas „arbeiten“ muss.

Ich vermute die große Arbeitsbreite belastet hier den Akku-Motor mehr. Auffällig ist ein gewisser Leistungsverlust, wenn der Akku in den letzten ca. 20%. Hier ist es möglich den Mäher mit sehr hohem Gras oder einem Erdhügel zum Stoppen zu bekommen.

Im Gegensatz zum Bosch Rotak 32 Li hat der LC 141iV anscheinend eine intelligentere Regelung der Motorleistung. So könnt Ihr leicht hören das der Mäher je nach Wiederstand den Motor rauf oder runter regelt.

Zwar verfügt auch der LC 141iV über einen ECO Modus, dieser ist aber hier nur bedingt hilfreich, denn der Mäher springt aus dem ECO Modus automatisch in den normalen Modus wenn erkannt wird das mehr Leistung benötigt wird (was bei Grashöhen über 12cm mehr oder weniger konstant ist). Danach geht der LC 141iV aber nicht zurück in den Eco Modus.

 

Mit Motor-Antrieb

Den LC 141iV gibt es grundsätzlich in zwei Versionen.

  • LC 141iV = mit Hinterrad-Antrieb
  • LC 141i = ohne Antrieb

Ich habe die Version mit Hinterrad-Antrieb.

Wie funktioniert das Ganze? Drückt Ihr die untere Stange am Griff wird der Motor eingeschaltet. Es dauert ca. eine Sekunde und Ihr merkt, dass der Mäher von alleine fährt.

Lasst Ihr den Griff los, um zu wenden, dann hört der Antrieb sofort auf. Es gibt hier höchstens eine Verzögerung von 0,2 Sekunden ehe der Motor reagiert.

Die Fahrgeschwindigkeit lässt sich in vier Stufen regeln, von 3 km/h bis 4,5 km/h. Damit ist der LC 141iV recht flott unterwegs. Auf der höchsten Stufe joggt Ihr fast schon durch den Garten. Selbst die niedrigste Stufe ist schon ein ordentliches Arbeitstempo.

Was die Kraft des Motors angeht kann ich nicht meckern. Dieser zieht den LC 141iV auch recht steile Hänge hoch, sofern die Räder nicht durchdrehen. Das die Räder blockieren oder zum Stehen kommen, konnte ich bisher noch nicht erleben.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit zu beurteilen ist ganz schwer! Aber so als grobe Einordnung, mit dem Akku BLi200 (187Wh) schaffe ich problemlos meine 400m² Rasenfläche.

Damit hält der Husqvarna LC 141iV mit BLi200 Akku so lange wie der Bosch Rotak 32 Li mit zwei 36V Akkus.

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Müsste ich schätzen und fahrt Ihr „effizient“ werdet Ihr mit dem BLi200 vermutlich 500+m² schaffen.

 

Fazit

Der Husqvarna LC 141iV ist ein spitzen Akku-Rasenmäher! Starten wir bei den Pluspunkten.

Die Verarbeitung und der generelle Qualitätseindruck des LC 141iV ist extrem gut! Wir haben eine Metall-Basis und alle Elemente am Rasenmäher wirken als wären sie für den professionellen Markt und eine gewisse Haltbarkeit konzipiert. Es gibt kaum „tragende“ Teile die nicht aus Metall gefertigt.

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Hierdurch wirkt der LC 141iV langlebiger als Modelle von Bosch oder Einhell.

Ebenfalls ein großer Pluspunkt ist das Fahrverhalten. Habt Ihr eine große Wiese und könnt vom Hinterrad-Antrieb nutzen ziehen, dann macht das Rasenmähen einfach Spaß! Die Räder des Mähers sind Kugel gelagert und daher sehr leichtgängig und geradeaus macht der Motor 95% der Arbeit. Hinzu kommt die hohe Arbeitsbreite und der große Fangkorb. Hierdurch könnt Ihr recht flott viel Fläche machen.

Dabei ist die Akkulaufzeit mit den großen Husqvarna Akkus gut! Grob geschätzt werdet Ihr mit dem BLi200 500m² Fläche mähen können, wenn Ihr effizient arbeitet.

Die Motorleistung ist gut. Hohes Gras, nasses Gras usw. sind kein Problem. Allerdings würde ich den LC 141iV auch nicht als Leistungswunder bezeichnen! Die Motorleistung ist gefühlt nicht viel besser als beim Bosch Rotak 32 Li (Bosch 36V Plattform). Dieser Anschein kann etwas trügen, da der Bosch eine deutlich kleinere Mähbreite hat und daher weniger Widerstand beim Mähen besitzt. Aber ich glaube nicht, dass der Husqvarna signifikant mehr Motorleistung hat als die großen Modelle von Bosch oder Einhell.

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Mein größter und auch einziger wirklicher Kritikpunkt ist das Gewicht.

Habt Ihr einen geraden Garten mit einer großen offenen Rasenfläche, dann ist der Husqvarna LC 141iV Weltklasse! Ist Euer Garten sehr verwinkelt, mit Steigungen usw., dann wüsste ich nicht ob ich Euch den LC 141iV mit gutem Gewissen empfehlen kann.

Mit 21,5Kg ist der LC 141iV für einen Benzin-Mäher sicherlich recht leicht, für ein Akku-Modell ist dieser recht schwer! Die gängige Konkurrenz von Bosch, Gardena, Einhell usw. wiegen zwischen 10Kg und 15Kg und diesen Unterschied spürt Ihr wenn es darum geht den Mäher auf engeren Flächen zu wenden oder eine Böschung mähen wollt.

Daher mein Fazit, Ihr sucht einen massiven und stabilen Rasenmäher, der einen sehr haltbaren und wertigen Eindruck macht und bei Euch gerade und große Flächen mähen soll? Dann kann ich den Husqvarna LC 141iV mit gutem Gewissen empfehlen!

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